Seminare Workshops Themenabende 2017









Seminar                                                                                               Mi. 08.03.2017
Lernen, Gedächtnis und Stress.                                                  Neue Erkenntnisse aus der biologischen Forschung
mit Dr. Udo Gansloßer

Wo im Gehirn sind die Erlebnisse gespeichert, die sich unauslöschlich im Gedächtnis eingegraben haben? Wir wissen heute, dass Gedächtnisinhalte in einem dynamischen Netzwerk von Nervenzellen repräsentiert werden. Intensive, wiederholte Reize erzeugen Gedächtnisspuren im Gehirn, die Bildung dieser Gedächtnisspuren im Gehirn ist eigentlich der wichtigste Vorgang beim Lernen.
Lernen und Stress spielen sich teilweise in nah miteinander verknüpften Regionen des Gehirns ab. So stehen Stresszustände im engen wechselseitigen Kontakt mit dem Lernen, beide haben ähnliche hormonelle Grundlagen.

Folgende Themen schwerpunktmäßig behandeln:
- Wie lernt der Hund?
- Was ist der Unterschied zwischen Gedächtnis und Lernkapazität?
- Wie unterscheiden sich Negative Verstärker von Strafreizen?
                                                   - Welche Erkenntnisse der modernen Lernforschung lassen sich auf die Ausbildung des Hundes  übertragen?                                                                                                                            - Was bewirkt Stress beim Hund?

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Seminar                                                                                               So. 19.03.2017
Gefährliche Rassen oder gefährliche Hunde

mit Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur

Politische Maßnahmen zur Reduzierung der Gefahr von Verletzungen durch Hunde basieren im Wesentlichen auf der Hypothese, dass manche Hunde allein auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Rassen als gefährlich anzusehen sind. Diese Hypothese entbehrt jeglicher sachlichen oder wissenschaftlich abgesicherten Grundlage. In der Praxis führt sie zu unzumutbaren Belastungen von Hunden und deren Besitzern ohne im Gegenzug tatsächlich die gewünschte Sicherheit vor Verletzungen durch Hunde zu gewährleisten. Im Seminar werden Überlegungen zu „gefährlichen Hunden“ im Gegensatz „zu gefährlichen Rassen“ besprochen. Dabei geht es u.a. um folgende Fragen:

Wie kam der Hund auf den Menschen – Evolution und Domestikation – welche Rolle spielt dabei die Aggressivität?
Was passiert auf genetischer Ebene bei der Entstehung und Entwicklung von Rassen?
• Was hat es mit dem Begriff „Kampfhund“ auf sich?
• Gibt es Rasseunterschiede in Bezug auf Aggressivität und wie kann man diese feststellen?
• Ist jeder aggressive Hund gefährlich und ist jeder gefährliche Hund aggressiv?

• Warum irren Gesetzgeber, wenn sie Hunde allein auf Grund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich definieren?
• Was macht einen Hund gefährlich?

• Was kann man tun, um Menschen vor Hunden zu schützen?

                                                                                                              

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Themenabend                                                                                   Sa. 20.05.2017 
Ich will so bleiben wie ich bin!
Darf ich so bleiben wie ich bin, wenn ich Hundehalter bin?                                Hundetrainer und ihre Beratungsleistung auf dem Prüfstand
mit Ellen Friedrich

Hunde wurden in der Vergangenheit von Ausbildern über Erziehungsgrundsätze in Kenntnis gesetzt. Heute übernehmen Hundetrainer die Beratung von Hundehaltern und begleiten sie dabei, Hunde in unserer Welt ‚ankommen‘ zu lassen.
Hunde, hervorragende Anpassungskünstler an unsere vielfältigen Lebensmodelle, scheitern immer öfter und scheinen sich so gar nicht mehr in unseren Welten zurechtzufinden. Sind Menschen zu kompliziert geworden oder bieten neueste Erkenntnisse der Hundeverhaltensforschung ein umfangreicheres Spektrum, das es zu berücksichtigen gilt?

Hundetrainer arbeiten immer noch ohne anerkanntes Berufsbild und werden von verschiedensten Ausbildungsinstituten auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Die Beratung der Hundehalter nimmt im Angebot der Fortbildungen für Hundetrainer immer mehr Raum ein. Mit Ausbildungsplänen werden Übungen mit den Hunden strukturiert und vorausgeplant, mit Analysen und Diagnoseversuchen wagt man sich an die Gefühlswelt der Hundebesitzer und das Seelenleben der Hunde. Sehr gewagt. Gehört die Psyche der Hundehalter ebenso zum Expertisen Portfolio eines Hundetrainers, wie der Versuch eine kranke Psyche des Hundes erkennen zu wollen und anschließend mit humantherapeutischen Ansätzen zu behandeln?
Krankt unsere Gesellschaft oder sind es tatsächlich kranke Hunde, die behandelt werden müssen? Schließt Beratung von Hundehaltern ein, offene Worte zu finden, wenn es um Abgabe und Euthanasie geht? Darf man eine Meinung haben oder muss man den Chancenkatalog erst in Gänze abarbeiten?
Muss der Hundetrainer Menschen wertschätzen, Hunde lieben oder nur sich selbst?

Ein Abend ohne richtig oder falsch, aber mit Meinung und guten Gründen! Die absolute Windstille wird es schwermachen, seine Fahne in den richtigen Wind zu hängen. Eigene Meinungen lassen uns neue Welten entdecken!

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Seminar
So. 21.05.2017 
Hundespielstunden – Konzept, Voraussetzungen, Durchführung
mit Ellen Friedrich

Dieses Seminar hilft bei den ersten Schritten zur Konzeption und anschließenden Durchführung der sogenannten „moderierten Hundespielgruppen“. Es gibt sie immer öfter: Hunde, die keinen täglichen Freilauf erleben können. Trotzdem sie über eine gute Verträglichkeit mit Artgenossen verfügen, müssen sie an der Leine bleiben. Gründe sind oftmals ihre hohe jagdliche Passion oder ein mangelhafter Grundgehorsam. Egal wie, Rennspiele mit Artgenossen bleiben oftmals Träumerei.Hier bietet sich eine spannende Aufgabe für Hundetrainer – das Angebot einer Hundespielgruppe auf gesichertem Terrain.

Ellen Friedrich, leitet seit vielen Jahren eine Spielgruppe für sozialverträgliche Hunde und weiß, was es bei der Konzeptionierung und dem reibungslosen Verlauf solcher Gruppen zu beachten gibt. Unter anderem werden folgende Fragen beantwortet:

  • Wieviel Platz für wie viele Hunde?
  • Kastriert oder unkastriert – gemeinsam oder getrennt?
  • Groß mit klein?
  • Wohin mit den Begleitpersonen?
  • Die Rolle des Hundetrainers

Filmausschnitte erweitern den Blickwinkel auf freies Spiel (?), verbildlichen Rahmenbedingungen und können Lust machen – auf eine Gruppe „mit ohne“ Grenzen. „Raufergruppen“, deren Sinn/Unsinn und deren Konzeption, werden nicht im Fokus dieser Veranstaltung stehen. Dazu Fragen stellen und eine eigene Meinung haben passt allerdings wunderbar ins Konzept!

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Workshop

So. 01.10.2017 
Das häusliche Programm und Konfliktmanagement                             – Eine Talfahrt ins Glück!
mit Michael Grewe

Umzug vom 5-Sterne Hotel in die Jugendherberge?
Fast alle Hundetrainer raten Hundebesitzern zu einer Umstrukturierung des Zusammenlebens mit dem Hund, um die Erziehung des Vierbeiners einfacher zu gestalten. Es fallen die Begriffe: Chef, Herr im Haus, Regeln, Konsequenz, Durchsetzungsvermögen, Räume, Positionen und viele mehr.
So einfach wie es klingt ist es auch, sofern man die Idee dieser Neustrukturierung mit individuellem Konzept verstanden hat. Der Hundehalterverstand nickt und schmiedet eifrig mit dem Trainer einen Plan. Wird im Eifer das Herz des Hundehalters in der Planung vergessen, laufen nicht selten die guten Ideen ins Leere. All das, was sich so gut liest, bringen viele Menschen schlichtweg nicht übers Herz. Schuldgefühle machen sich breit oder die angedachten Vorgehensweisen und Veränderungen im eigenen Tun, ergeben nach erneutem Nachdenken keinen Sinn.

Michael Grewe wird durchdacht und mit vielen Beispielen helfen zu verstehen, welche Idee hinter den häuslichen Veränderungen steckt. Warum funktionieren keine standardisierten Vorgehensweisen und was muss sich verändern, damit Floskeln zu Fakten werden?
Ein Tag für alle Hundetrainer und Hundehalter, die immer wieder über dieses Thema stolpern und nie wirklich gut ins Ziel kommen.
Wir freuen uns auf alle Teilnehmer, die sich dann doch mit uns auf den Weg machen. Für glückliche Menschen und zufriedene Hunde!


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Seminar                                                                                               So.05.11.2017

Homologien und Analogien im Sozialverhalten
zwischen Hund und Mensch

mit Dr. Dorit Feddersen-Petersen

Im Hund steckt seine Entwicklung zum Menschen, also zeigt sie sich in all seinen Entwicklungsstadien in unterschiedlicher Ausprägung, so etwa als eine genetisch disponierte Neigung zum Menschen oder in Form etlicher Anpassungsähnlichkeiten (Analogien) an ein Leben mit ihm in der ökologischen Nische Hausstand.
Was Hunde und Menschen weiter verbindet, sind soziale Ähnlichkeiten auf Grund ihrer gemeinsamen Abstammung (Homologien).
Der Vorstellung dieser vereinenden Mechanismen für das soziale Miteinander zwischen Mensch und Hund wird sich Frau Dr. Feddersen-Petersen so ausführlich wie freudevoll widmen.


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Workshop
So, 26.11.2017
"Keinen Stress mehr mit Stress“ Ein Workshop der Balance vermittelt
mit Rainer Dorenkamp & Tanja Elias

„Unter Stress kann ein Hund nicht lernen.“ Diese Aussage stimmt so nicht! Wie bei allen Dinge ist es auch hier eine Frage der Dosierung. Stress kann helfen Erfahrungen abzuspeichern, übermäßiger Stress beeinträchtig wiederum das Lernen. Für den Hundehalter stellen sich somit folgende Fragen:
Versuche ich meinen Hund zu beruhigen, wenn er Stresssymptome zeigt? Lasse ich ihn die Situationen aushalten? Helfe ich ihm, dass er in den entsprechenden Situationen gar nicht erst einen hohen Stresslevel erreicht?

Ohne Impulskontrolle treffen Hunde oft Fehlentscheidungen. Sie springen fremde Menschen an, jagen Radfahrer oder Jogger, laufen davon, wenn sie Angst haben, oder zeigen sich aggressiv. In diesem Seminar werden die Zusammenhänge zwischen Ruhe, Frustrationstoleranz, Stress und Lernen erklärt. Es wird aufgezeigt, was das für den Umgang mit dem Hund bedeutet.
Nach dem Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft“ lernen die Hundehalter in diesem Workshop, wie sie ihrem Hund helfen, die „richtigen Entscheidungen“ zu treffen.


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